ZARI-Projekt soll fortgeführt werden

ZARI-Projekt soll fortgeführt werden - Beratender Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes hat getagt


Die Sicherung der Zukunft des sorbischen Volkes erfordert entschlossene politische Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene. Im Mittelpunkt stehen eine langfristig gesicherte Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk, die Stärkung der Rechte nationaler Minderheiten sowie die nachhaltige Verankerung sorbischer Sprache und Kultur.

Das und weitere Themen vermittelte der Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik im gemeinsamen Bericht der Domowina mit der Stiftung für das sorbische Volk auf der heutigen Jahressitzung des beratenden Ausschusses für Fragen des sorbischen Volkes an der Seite des Bundesministeriums des Innern, welches heute auf dem Njepila-Hof in Rowno|Rohne stattfand. Den Ausschuss leitete Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.

Auf der Tagesordnung standen neben dem Bericht der Domowina und der Stiftung auch die Vorstellung der Ergebnisse der sorbischen Perspektiven des Lausitzer Monitors durch Dr. Jörg Heidig. Außerdem wurde das Projekt ZARI – Netzwerk für sorbische Sprache und Kultur vorgestellt. Derzeit wird an einer Fortführung des Projektes gearbeitet.

Nach der Sitzung begaben sich die Anwesenden nach Slepo|Schleife, wo Pfarrerin Jadwiga Malinkowa das dortige evangelische Kirchspiel vorgestellt hat. Außerdem führte Pascal Noack durch das Sorbische Kulturzentrum vor Ort.

Eheleute Hermasch begrüßen Dr. Bernd Fabritius

Hintergrund:
Einmal im Jahr berät der beratende Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes beim Bundesministerium des Innern. Er hat die Aufgabe, alle das sorbische Volk betreffenden Fragen, welche bundespolitische und länderübergreifende Bedeutung haben, zu erörtern. Mitglieder des Ausschusses sind Bundestagsabgeordnete; Vertreter des Landes Brandenburg und Freistaates Sachsen; Vertreter des Bundesministeriums des Innern, des Minderheitensekretariats und der Stiftung für das sorbische Volk. Die Interessen des sorbischen Volkes vertritt die Domowina – Zwězk Łužyskich Serbow / Zwjazk Łužiskich Serbow / Bund Lausitzer Sorben.

 

Foto: Domowina/Božena Šimanec | Schiemann

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