Studie „Die sorbische Sprache in unserer Region“ startet - Repräsentative Umfrage zur Bedeutung des Obersorbischen im Siedlungsgebiet Sachsens
Welche Bedeutung hat die sorbische Sprache für die Einwohnerinnen und Einwohner der Oberlausitz? Dieser Frage widmet sich in diesem Jahr eine repräsentative Studie des Netzwerks für sorbische Sprache und regionale Identität – ZARI. Eine vergleichbare Untersuchung wurde zuletzt vor rund 40 Jahren durchgeführt. Aktuelle, wissenschaftlich abgesicherte Daten zur Situation des Obersorbischen liegen bislang nicht vor.
Dr. Cordula Ratajczak ist Leiterin der Sprachforschung im Projekt ZARI und trägt die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. „Eine effktive Sprachpolitik und nachhaltige Förderung der sorbischen Sprache sollte sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Die Studie schafft hierfür eine belastbare Datengrundlage“, so die Kulturwissenschaftlerin. Unterstützt wird Ratajczak unter anderem von der Soziolinguistin Prof. Dr. Nicole Dołowy.
Ziel der Untersuchung „Die sorbische Sprache in unserer Region“ ist es, fundierte Erkenntnisse zur Verbreitung, Verwendung und zu den Einstellungen gegenüber der obersorbischen Sprache im sorbischen Siedlungsgebiet Sachsens zu gewinnen. Erfasst werden unter anderem persönliche Beziehungen zur sorbischen Sprache, individuelle Erfahrungen, vorhandene Sprachkenntnisse, Wege des Spracherwerbs sowie Einschätzungen zur Zukunft des Obersorbischen.
Die Datenerhebung erfolgt einerseits in Budyšin/Bautzen und Wojerecy/Hoyerswerda. Dabei wird das Projekt durch die Marktforschungsagentur DIMA unterstützt. Darüber hinaus werden in ausgewählten repräsentativen Gemeinden aus sechs Regionen Fragebögen von Mitarbeitenden des ZARI-Projektes persönlich ausgeteilt. Für die Repräsentativität der Studie ist die Teilnahme aller angesprochenen Personen entscheidend – unabhängig davon, ob sie Sorbisch sprechen oder nicht. Die Initiatoren bitten daher ausdrücklich um Beteiligung. Die Teilnahme ist freiwillig, die Erhebung erfolgt anonym.
Die Studie soll in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um Entwicklungen langfristig vergleichen zu können.
Weitere Informationen zum Projekt sind unter https://zari-domowina.de/forschung/studie26/ verfügbar.
Das Netzwerk für sorbische Sprache und regionale Identität – ZARI ist ein Projekt in Trägerschaft der Domowina – Zwězk Łužyskich Serbow | Zwjazk Łužiskich Serbow | Bund Lausitzer Sorben. Ziel des Projekts ist die Revitalisierung des Obersorbischen. Das Projekt ZARI wird über die Stiftung für das sorbische Volk im Rahmen des Programms „Sorbische Sprache und Kultur im Strukturwandel“ durch das Bundesministerium des Innern gefördert.
Anlagen:
Foto (Domowina/Božena Šimanec): Dr. Cordula Ratajczak erklärt den Ablauf der Studie „Die Sorbische Sprache in unserer Region“, die ab dem 16.02.2026 in der Oberlausitz durchgeführt wird.
PDF-Download: Titel und Karte zur Umfrage (Domowina/Štefan Hanuš)
Božena Šimanec/Schiemann
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Pressesprecherin
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