Die Koalition erkennt die Bedeutung sorbischer Kultur

In den jüngsten Koalitionsverhandlungen hat die brandenburgische Landesregierung ihre Unterstützung für die sorbische Kultur und die niedersorbische Sprache bekräftigt. „Wir freuen uns, dass ein Teil der Forderungen des sorbischen Volkes, die wir bei den Parteien eingereicht haben, Berücksichtigung fand“, erklärt Dawid Statnik, Vorsitzender der Domowina – Zwězk Łužyskich Serbow | Bund Lausitzer Sorben. Gleichzeitig betont er: „Es bleibt die Frage, ob die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen ausreichen, um unsere Sprache und Kultur langfristig in allen Lebensbereichen zu schützen.“

Die Domowina hatte die Forderungen der Sorben in die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und BSW eingebracht.

Ein Fortschritt zeichnet sich in der angekündigten Einrichtung eines Lehramtsstudiums für Sorbisch an der BTU Chóśebuz-Zły Komorow/Cottbus-Senftenberg ab, das auf die Unterstufe ausgerichtet sein soll. Offen bleibt jedoch, wie schnell und in welchem Umfang dieses Angebot realisiert wird. Jetzt liegt es an der Regierung, konkrete Konzepte zu entwickeln, um genügend Interessierte für dieses Studium in Brandenburg zu gewinnen. „Wir stehen dabei gerne unterstützend zur Seite“, bekräftigt Statnik.

Trotz der Zusicherung einer langfristigen Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk bleibt unklar, wie hoch die Förderung in den kommenden Jahren ausfallen wird. Eine Anpassung der Mittel an die gestiegenen Kosten ist essenziell, um bestehende und neu initiierte sorbische Sprachförderprojekte zu erhalten.

Auch die Stärkung der niedersorbischen Inhalte beim rbb bleibt ein zentrales Anliegen. Die Domowina unterstreicht, dass dafür die notwendigen personellen Ressourcen bereitgestellt werden müssen, um die Qualität und die Dauer des Programms langfristig zu sichern. Besondere Bedeutung kommt der Ausbildung von Fachkräften, etwa im Bereich Journalismus, zu.

„Brandenburg hat die Verantwortung, die Sorben nicht nur als kulturelle Randgruppe zu betrachten, sondern als wichtigen und einzigartigen Teil unserer Region mit eigenen Rechten, Bedürfnissen und – wie der Lausitzer Monitor – mit Potenzial feststellte“, so Dawid Statnik.

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