Vorderseite eines Liedblattes aus dem Archiv der Brüdergemeine Kleinwelka. Auf der Rückseite ist der deutsche Text beigefügt. (Archiv Kleinwelka) https://www.sorabicon.de/herrnhuter-lebenslaeufe/kurzer-ueberblick-sorbische-geschichte-im-18-jahrhundert/

Die sorbische Sprache

Die sorbische Sprache verbindet Vergangenheit und Zukunft. Mit Obersorbisch, Niedersorbisch und dem Schleifer Dialekt bewahren wir ein einzigartiges sprachliches Erbe – lebendig gehalten durch Bildung, Engagement und gelebte Kultur.

Die sorbischen Sprachen Obersorbisch und Niedersorbisch sind westslawische Sprachen. Beide Sprachen sind miteinander verwandt, unterscheiden sich aber in Wortschatz, Aussprache und Grammatik.

Obersorbisch wird hauptsächlich in der Oberlausitz gesprochen, Niedersorbisch in der Niederlausitz.

Außerdem wird noch der Schleifer Dialekt gesprochen - in der Region um Slepo | Schleife und weist lokale sprachliche Besonderheiten auf.

Die Domowina als Interessenvertretung der Sorben beteiligt sich aktiv an Projekten zur Revitalisierung und Pflege der sorbischen Sprachen. Sie entwickelt Programme zur Förderung der Sprachkenntnisse. Die Domowina setzt sich auch für die Sichtbarkeit der sorbischen Kultur in der Öffentlichkeit ein und beteiligt sich an verschiedenen Bildungsinitiativen.

 


Wie kann Sorbisch lebendig bleiben?

Dr. Beate Bresan, Leiterin des WITAJ-Sprachzentrums, spricht über ihre Vision einer Sprache, die sich weiterentwickelt und Neues aufnimmt – damit Sorbisch lebendig bleibt und in der Gegenwart weiterwächst.


Warum gehört das Sorbische in die Lausitz?

Julian Nyča, Projektleiter für Sprachbildung bei ZARI, spricht über die besondere Bedeutung der sorbischen Sprache für die Identität der Lausitz – und warum sie nur hier, in ihrer Heimat, lebendig bleiben kann.

Ziel: 100.000 Sprechende bis 2100

Die Domowina engagiert sich mit ihren Abteilungen und Projekten täglich für die Zukunft der sorbischen Sprache. 
Mit Initiativen wie dem WITAJ-Sprachzentrum und dem Projekt ZARI – Netzwerk für sorbische Sprache und regionale Identität setzen wir uns für eine lebendige Sprachgemeinschaft ein.
Unser langfristiges Ziel: Bis zum Jahr 2100 sollen 100.000 Menschen aktiv Sorbisch sprechen – in Schule, Beruf und Alltag.

Sorbisch lernen, erleben, anwenden

Entdecken Sie, wo Sorbisch lebendig ist – in Schulen, Theatern, Museen und kulturellen Einrichtungen.
Hier finden Sie eine Übersicht zu Institutionen, Übersetzungsangeboten und Lernmöglichkeiten rund um die sorbische Sprache und Kultur.

Zum Überblick sorbischer Adressen und Links