Staatsministerin Barbara Klepsch zu Gast bei der Domowina

Budyšin/Bautzen. Heute hatte die Domowina, Bund Lausitzer Sorben, die Ehre, Staatsministerin Barbara Klepsch, zuständig für das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sowie die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten des SMWK, Dr. Madlena Mahling, in Budyšin/Bautzen willkommen zu heißen. Frau Staatsministerin wurde herzlich vom Domowina-Vorsitzenden Dawid Statnik sowie der Domowina-Geschäftsführerin Judit Šołćina empfangen und tauschte sich intensiv über aktuelle Anliegen des sorbischen Volkes aus.
Ein zentrales Thema war dabei die Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk ab dem Jahr 2026. Die Domowina setzt sich nachdrücklich dafür ein, die finanzielle Unterstützung für die Stiftung im Rahmen eines neuen Finanzierungsabkommens zu erhöhen, um die Förderung der sorbischen Sprache, Kultur und Identität langfristig zu gewährleisten und vorhandenen Strukturen der Sorben nicht zu gefährden. Insbesondere steigende Lohn- und Erhaltungskosten fordern eine Erhöhung der Mittel. In diesem Zusammenhang betonte Staatsministerin Barbara Klepsch ihre Unterstützung und erklärte: "Die Stiftung für das sorbische Volk leistet einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung und Pflege der sorbischen Sprache und Kultur. Eine angemessene Förderung ist die Grundlage dieser Arbeit. Hierfür werde ich mich auch zukünftig einsetzen."
“In den vergangenen Jahren sind neben den bisherigen Institutionen auch neue Projekte und Vorhaben entstanden, die den Spracherhalt nachhaltig fördern. Wir möchten sicherstellen, dass wir weiterhin unsere Sprache sowie Kultur bewahren und revitalisieren können.”, so Judit Šołćina.
Ein weiteres Anliegen der Domowina ist die Anerkennung der sorbischen gesellschaftlichen Bräuche als immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Dazu erklärte Dawid Statnik: "Die sorbischen Bräuche und Feste sind ein einzigartiges Erbe, das bewahrt und geschützt werden muss. Wir setzen uns dafür ein, dass diese in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO eingetragen werden." Staatsministerin Klepsch signalisierte ihre Unterstützung für dieses Vorhaben und betonte: "Die sorbischen Kulturbräuche sind einzigartig und von großem Wert. Dies hat bereits die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes im Jahr 2014 gezeigt. Die Bemühungen der Sorben um eine internationale Anerkennung im Rahmen des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO werde ich unterstützen."
Der heutige Besuch der Staatsministerin bei der Domowina war geprägt von konstruktiven Gesprächen und dem deutlichen Willen, die Anliegen des sorbischen Volkes zu unterstützen. Die Staatsministerin und der Vorsitzende der Domowina betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, um die sorbische Sprache und Kultur zu bewahren und zu fördern.


Foto: (Domowina/Božena Schiemann): Domowina-Geschäftsführerin Judit Šołćina, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch, Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik und Beauftragte für sorbische Angelegenheiten des SMWK dr. Madlena Mahling.

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