Engagement, das verbindet: Domowina ehrt Engagierte

Die Domowina – Zwězk Łužyskich Serbow | Zwjazk Łužiskich Serbow | Bund Lausitzer Sorben hat heute Abend Menschen ausgezeichnet, die sich mit großem persönlichem Einsatz für den Erhalt und die Weiterentwicklung der sorbischen Sprache, Identität und Kultur engagieren.

„Nicht Gesetze oder Strukturen halten unser Volk zusammen, sondern Menschen, die sich für ihre Heimat, die sorbische Sprache und Identität engagieren“, betonte der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik in seiner Begrüßungsrede.

Mit dem Domowina-Preis 2026 wurden Borbora Felberowa aus Komorow | Commerau, Kito Ela aus Chóśebuz | Cottbus und Ludwig Sachsa aus Radwor | Radibor ausgezeichnet.

Borbora Felberowa engagiert sich seit vielen Jahren für die sorbische Sprache und Kultur, führt die Domowina-Ortsgruppe Commerau-Truppen-Königswartha und setzt sich mit großem Einsatz für lebendige Traditionen, Bildungsangebote und die Begegnung zwischen Sorben und Deutschen ein.

Kito Ela hat sich beruflich und ehrenamtlich in besonderer Weise für die niedersorbische Sprache, die Entwicklung des WITAJ-Projekts und die Interessen der Niederlausitz eingesetzt und fördert bis heute den Austausch innerhalb der sorbischen Gemeinschaft.

Ludwig Sachsa verbindet sein langjähriges Engagement für die Maćica Serbska und den Cyrill-Methodius-Verein mit praktischer Bildungs- und Umweltarbeit, indem er Wissen, handwerkliche Fähigkeiten und die sorbisch-deutsche Zweisprachigkeit an junge Menschen weitergibt.

Das Ehrenabzeichen der Domowina erhielten Doreen Šymańcowa | Schiemenz, Marlies Nagorina | Nagora, Siegmund Lehmann, Antonín Kříž, Florian Kießlich, Christin Rißmanowa | Rißmann, Jurij Wjesela und Martina Pečikowa|Petschick (Laudatio im Anhang).

Die Auszeichnungen würdigen unterschiedliche Wege, auf denen sich die Geehrten für das Sorbische einsetzen. Sie engagieren sich in Vereinen, Bildungseinrichtungen und kommunalen Gremien, vermitteln Wissen, pflegen Bräuche und Traditionen und schaffen neue Zugänge zur sorbischen Kultur. Ihr Wirken reicht von der alltäglichen Vereins- und Bildungsarbeit über traditionelles Handwerk und Gesang bis hin zu moderner Musik und digitalen Bildungsangeboten. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass die sorbische Sprache und Identität lebendig bleiben und auch künftig gelebt und weitergegeben werden.

Die Dankesrede hielt der diesjährige Preisträger Kito Ela, der seit mehr als 63 Jahren Mitglied der Domowina ist. Er hob die besondere Verantwortung des Engagements unter dem Dach des sorbischen Dachverbandes hervor: „Das Wirken unter dem Dach der Domowina ist mehr, als sich in einem Verein zu engagieren. Man informiert, man erzählt über die Sorben und ihre Geschichte. Man hat einen Bildungsauftrag. Wir setzen uns mit Leidenschaft für das sorbische Volk ein.“

Musikalisch umrahmten die Veranstaltung Walburga Walde & Izabela Kałduńska mit niedersorbischen als auch obersorbischen Liedern.

Die Domowina dankt allen Ausgezeichneten herzlich für ihren Einsatz, ihre Verlässlichkeit und ihre Verbundenheit mit dem sorbischen Volk.


Foto: Domowina/Bojan Benić

 

 


Lawdacije | Laudatio 2026

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