Politische Aktivitäten des Verbandes

Aktuelles aus 2024 –  politische Aktivitäten des Verbandes

Im Jahr 2024 standen verstärkt bildungspolitische Themen auf der Agenda der Vorstandssitzungen des Domowina-Regionalverbandes Budyšin | Bautzen. Die Situation an sorbischen Bildungsstätten erfordert zeigt dringenden Handlungsbedarf, was im August 2024 zu folgender Stellungnahme führte:


„Enttäuschung über aktuelle Entwicklungen"

Die Mitglieder des Regionalvorstandes nehmen mit großer Enttäuschung zur Kenntnis:

  • Sorbische Grundschule Radwor | Radibor: Die 4. Klasse, bestehend aus Sorbisch-Muttersprachlern, hat eine Klassenlehrerin ohne muttersprachliche Kenntnisse. Obwohl ihre Bemühungen, die sorbische Sprache anzuwenden, anerkannt werden, ist dies unzureichend.
  • Einschränkungen bei der 1. Klasse: Die Einrichtung einer ersten Klasse für Sorbisch-Muttersprachler an derselben Schule wurde – entgegen dem Wunsch der Eltern und der Schuleinweisung – verboten.
  • WITAJ-Gruppe in Hochkirch: Der Kindergarten „Sonneneck“ in Bukecy | Hochkirch schließt die WITAJ-Gruppe aufgrund unzureichender Kinderzahl.

 

Unsere Forderungen

Das dürfen wir nicht zulassen! Der Domowina-Regionalverband unterstützt die Eltern im Kampf für:

  • Selbstständige Lerngruppen für sorbische Muttersprachler und alle, die bereit sind, Sorbisch zu lernen.
  • Eine konsequente Umsetzung des Bildungskonzeptes „2plus“ mit klaren gesetzlichen Regelungen. Es ist nicht hinnehmbar, dass diese Problematik jedes Jahr erneut diskutiert werden muss.

Teamteaching, die Zusammenarbeit zweier Lehrer im Unterricht, ist eine Voraussetzung, um die sorbische Sprache zu garantieren und zu verbessern. Sprachlich gemischte Klassen funktionieren nur dann, wenn die Mehrheit der Schüler Sorbisch beherrscht. Diese Arbeit beginnt bereits im Kindergarten, wo echte Immersion nur durch konsequente Betreuung durch eine sorbischsprachige Erzieherin erreicht wird.


Konkrete Schritte für Hochkirch

Ein kurzfristiges Gespräch zwischen der Regionalverbandsvorsitzenden, der Bildungsreferentin der Domowina und der AWO-Leitung (Träger des Hochkircher Kindergartens) ergab, dass:

  • Ein Treffen mit dem Bürgermeister, der Leiterin der Kindertagesstätte, dem WITAJ-Sprachzentrum sowie allen Partnern aus Hochkirch und Umgebung im September stattfinden wird.
  • Ziel des Treffens ist die Entwicklung einer konkreten Strategie, um die Zukunft von WITAJ in Hochkirch zu sichern.

Gerade die Region Hochkirch braucht jede Unterstützung, um Sorbisch zu erhalten und zu fördern. Wir kämpfen weiter für unsere gesetzlichen Rechte und erwarten von unseren Partnern in Trägerschaft und Verwaltung, gemeinsam Lösungen zu finden.“

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