Chronik der Maćica Serbska

  • 1845/47

    Gründung der Maćica Serbska in Bautzen

  • 1848

    Das erste Heft des Časopis Maćicy Serbskeje erscheint.

  • Maćica-Petition. Von einigen Maćica-Mitgliedern initiierte Petition mit Forderungen nach nationaler Gleichberechtigung in Schule, Kirche, Verwaltung und vor dem Gericht

  • 1853

    ab 1853 entstehen die ersten Sektionen; bis 1906 waren es u.a. die sprachwissenschaftliche, altertumskundliche, naturwissenschaftliche oder belletristische Sektion

  • 1866

    Das sog. Maćica-Wörterbuch erscheint, verfasst von Christian Traugott Pfuhl unter Mitarbeit von Handrij Zejler und Michał Hornig

  • 1873

    Johann Ernst Schmaler kauft für die Maćica in Bautzen ein Haus 

  • 1880

    Gründung der niedersorbischen Abteilung Maśica Serbska in Cottbus

  • 1897

    Grundsteinlegung des Wendischen Hauses in Bautzen

  • 1904

    Eröffnung des Wendischen Hauses

  • 1930

    Wendisches Volksfest in Vetschau anlässlich des 50jährigen Bestehens der niedersorbischen Sektion Maśica Serbska

  • 1937

    Tätigkeitsverbot für alle sorbischen Vereine; die Zeitschrift der Maćica Serbska erscheint zum letzten Mal; Besetzung des Wendischen Hauses durch die Gestapo; Versieglung der Bibliothek und des Archivs

  • 1941

    Konfiszierung des Vermögens der Maćica Serbska; Überführung von Bibliothek und Archiv nach Berlin und Schließung des Museums

  • 1945

    Zerstörung des Wendischen Hauses während der Kämpfe um Bautzen

  • Wiederbelebung der Maćica-Tätigkeit; auf Grund der neuen gesellschaftlichen Ordnung nun als „Wissenschaftliche Abteilung“ der Domowina

  • 1947

    Grundsteinlegung für das neue Haus der Sorben anlässlich des 100jährigen Bestehens der Maćica Serbska

  • 1951

    Gründung des Instituts für sorbische Volksforschung; die erhaltenen Reste von Archiv und Bibliothek der Maćica gehen in das Sorbische Kulturarchiv und die Sorbische Zentralbibliothek über; Reste der Galerie und des Museums werden später dem Sorbischen Museum zugeordnet

  • 1990

    Erste Beratungen und öffentliches Gespräch über die Wiederbelebung der Maćica Serbska

  • 1991

    Erste Hauptversammlung nach der Wiederbelebung der Maćica Serbska in Bautzen mit der Wahl eines Vorstandes und Vorsitzenden sowie der Annahme der Vereinssatzung

  • 1992

    Beitritt der Maćica zur Domowina als Dachverband sorbischer Vereine; die Maćica kauft mit drei weiteren Vereinen von der Treuhand den Domowina-Verlag

    1992–2012: Die Sektion Geschichte veranstaltet Symposien und Kolloquien zu verschiedenen Themen

  • 1993 - 2011

    Die Sektion Volkskunde/Museumswesen veranstaltet in Kooperation mit weitern Partnern einige Symposien und Konferenzen

  • 1994

    Konstituierung der Niedersorbischen und Obersorbischen Sprachkommission in Trägerschaft der Maćica Serbska

  • 1997

    Anlässlich des 150. Gründungsjubiläums der Maćica erscheint das illustrierte Buch „Trać dyrbi serbstwo, zawostać“ (Autor: Měrćin Völkel) über die Geschichte des Vereins

  • 1999

    Das Haus der Sorben geht in das Eigentum der Stiftung für das sorbische Volk über

  • 2000

    Belebung der Sektion Musik

  • 2002

    2002–2023: Tätigkeit des Denkmalausschusses

  • 2009

    Die Reihe „Maćica-Akademie“ der Sektion Geschichte entsteht

  • 2011

    Gründung der Maćica-Nachwuchspreise

  • 2016

    Symposium am 5.3.2016 zu Ehren von Johann Ernst Schmaler

  • 2022

    Jubiläumsjahr Kocor-Zejler

  • 2022/23

    Einladung zur Diskussion über eine Änderung des Textes der sorbischen Hymne

  • 2022/24

    Konferenz anlässlich des 175jährigen Jubiläums der Maćica Serbska; 2024 erscheint der Konferenzband

  • 2025

    In Kooperation mit dem Jugendverein Serbska Murja werden auf deren Instagramm-Seite Kurzbeiträge unter der Rubrik „Klüger mit der Maćica“ veröffentlicht

Maćica Serbska

Heute versteht sich die Maćica Serbska als lebendige Plattform des wissenschaftlichen und kulturellen Austauschs. Sie bringt Forscherinnen, Kulturschaffende und Interessierte zusammen, um aktuelle Fragen zur Sprache, Geschichte und Kultur der Sorbenzu diskutieren.
Neben Tagungen und Publikationen widmet sie sich besonders der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der Vernetzung mit Institutionen im In- und Ausland. Durch ihre Sektionen und Kommissionen arbeitet die Maćica Serbska an der Weiterentwicklung der Sorabistik und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Sichtbarkeit der sorbischen Wissenschaft in der Lausitz und darüber hinaus.

 

Vorsitzende:

 

1847 - 1855        Friedrich Adolph Klien
1856 - 1772        Ernst Richter
1872 – 1882        Johann Ernst Schmaler
1882 – 1894        Michael Hornig
1894 – 1895        Karl August Kalich
1895 – 1905        Georg Wuschanski 
1905 – 1923        Johann Paul Zieschank
1923 – 1925        Jacob Skala
1925 – 1934        Ernst Hermann
1934 – 1937        Benno Simank
1937        Gustav Alwin Mürbe
1946 – 1949        Jacob Jatzwauk
1990 – 1991        Gerhard Wirth
1991 – 2007        Dr. Martin Völkel
2008 – 2016        Jan Mahling
2016 – 2020        Jurij Wuschansky
seit 2020        Dr. Anja Pohontsch