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Domowina begrüßt Brandenburger Landtagsbeschluss zu Mehrsprachigkeitskonzept – Statnik: Wir beteiligen uns gern

 

Der Landtag in Brandenburg hat sich vor wenigen Tagen mit der einmütigen Annahme des Antrags „Mehrsprachigkeitskonzept für Brandenburg auf den Weg bringen und die Stärkung der angestammten Regional- und Minderheitensprachen Brandenburgs fortsetzen” der Fraktionen SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE

(https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w7/drs/ab_3200/3204.pdf) „zur angestammten Sprachenvielfalt und zum kulturell-historischen Erbe des Landes” bekannt und bekräftigt, „dass die sorbische/wendische Kultur untrennbarer Bestandteil von Brandenburg und insbesondere der Lausitz ist.” Zugleich finden sich darin eine Reihe richtungsweisender Schlussfolgerungen, zu denen Dawid Statnik, Vorsitzender des sorbischen / wendischen Dachverbandes Domowina, erklärt:

„Förderung von Mehrsprachigkeit und der damit verbundenen Traditionen und Perspektiven ist in Brandenburg erfreulicherweise politischer Konsens. In die vom Landtag beschlossene Erarbeitung eines Mehrsprachigkeitskonzepts wollen wir uns als sorbischer/wendischer Dachverband gerne einbringen und sehen dem angekündigten Beteiligungsprozess erwartungsvoll entgegen.

Es ist gut, dass das Parlament aktuelle Herausforderungen wie den baldigen Abschluss der Überarbeitung der Sorben/Wenden-Schulverordnung und den Bedarf an pädagogischem Personal klar benannt hat und unmissverständlich eine ganzheitliche Zielsetzung markiert: die ,Stärkung der niedersorbischen Sprache von der Kita bis zum Abitur sowie im außerschulischen Bereich.‘ Ja, wir brauchen ,mehr qualifiziertes pädagogisches Personal für den Einsatz in Schulen und Kitas’, daher ist es auch gut nachvollziehbar, dass ,in diesem Zusammenhang insbesondere Möglichkeiten zur Integration der grundständigen Sorbisch/Wendisch-Lehrkräfte-Ausbildung in die Brandenburgische Lehrkräfteausbildung an der Universität Potsdam zu prüfen’ sind.

Beachtenswert finde ich auch das ausdrückliche politische Bestreben, ,deutschsprachiges Wissen über die Sprachen Niedersorbisch, Niederdeutsch und Romanes sowie die mit ihnen verbundenen Kulturen landesweit effektiv’ zu vermitteln. Hier gibt es insbesondere in den Bundesländern mit anerkanntem sorbischem/wendischen Siedlungsgebiet noch Reserven. Wissen erleichtert Verstehen, und daraus wächst Verständnis.”

*„Sorben/Wenden“ bzw. „sorbisch/wendisch“ werden in Brandenburg gleichbedeutend verwendet.

Marcel Brauman/Braumann

nowinski rěčnik,
wosobinski referent předsydy

casnikarski powědaŕ,
wósobinski referent pśedsedarja

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persönlicher Referent des Vorsitzenden

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