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Kulturhauptstädte – erst Chemnitz, dann die Lausitz! Domowina verweist auf gemeinsame Wurzeln und Herausforderungen

 

Der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik gratuliert Chemnitz / Kamjenica zur Auswahl als Europäische Kulturhauptstadt 2025 und erklärt:

„Wir gratulieren Chemnitz zu diesem Erfolg von europäischer Reichweite. Chemnitz bietet mit seinem slawischen Ursprung, der schon im sorbisch geprägten Namen sichtbar wird (kamjeń = Stein, abgeleitet vom gleichnamigen Fluss = Steinbach) einen guten Bogen zur Idee, im Dreiländereck 2028 oder 2029 eine länderübergreifende Kulturhauptstadt zu kreieren (s.a. PM vom 7.10.).

Chemnitz hat als historisches „Tor zum silbernen Erzgebirge“ eine spannende Tradition der Transformation hinter sich und gehört wie wir zu einer Region des besonderen, Grenzen überschreitenden Austausches. All dies verbindet Chemnitz mit der Lausitz, und deshalb wäre es toll, wenn die Lausitz eines Tages von Chemnitz gewissermaßen den Staffelstab im Reigen der Europäischen Kulturhauptstädte übernehmen könnte.“

Anlage, s.a. Pressemitteilung der Domowina vom 7.10.2020:

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Statnik zu Schüle: Kulturhauptstadt Lausitz – Domowina sieht Chance im gemeinsamen Projekt mit Polen bzw. Tschechien

Zum Vorstoß der brandenburgischen Kulturministerin Manja Schüle (SPD), die Lausitz solle als Region des Wandels und an der Schnittstelle zwischen West- und Osteuropa in den kommenden 10 bis 15 Jahren Kulturhauptstadt Europas werden

mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~05-10-2020-ideenwettbewerb-kulturelle-heimat-lausitz (Pressemitteilung des Ministeriums)

web.de/magazine/regio/brandenburg/million-euro-kultur-projekte-lausitz-35146606 (Meldung dpa),

erklärt Dawid Statnik, Vorsitzender des sorbischen Dachverbandes Domowina:

Die Idee ist kühn und hat Charme. Sie könnte sogar realistisch sein, wenn sie an den Erfahrungen der Kulturhauptstadt-Bewerbung Zittaus anknüpft, die wir als Domowina unterstützt hatten. Hier wurde der Fokus auf den Fakt gerichtet, dass die Lausitz ja nicht nur in Deutschland liegt: www.alles-lausitz.de/kulturhauptstadt-der-herzen.html. In den Jahren 2028 und 2029 sind Tschechien und Polen am Zug, Städte/Regionen als Kulturhauptstadt Europas zu nominieren.

Bekanntlich ist noch nicht einmal die Entscheidung über die Kulturhauptstadt Europas 2025 in Deutschland gefallen. Was nach 2033 bei dieser Aktion der EU kommen wird, steht in den Sternen. Ich finde den Gedanken sehr sympathisch, dass die Lausitz noch in diesem Jahrzehnt als Bestandteil einer Bewerbung unserer polnischen bzw. tschechischen Nachbarn Kulturhauptstadt Europas werden könnte. Dabei ließe sich tatsächlich zeigen, wie Kultur eine tragende Rolle im Prozess des Strukturwandels spielen kann und zugleich Menschen im Herzen Europas über Grenzen hinweg zusammenführt.

Angesichts des langen Vorauswahlverfahrens müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Bei der länderübergreifenden Kulturraumkonferenz im tschechischen Liberec, an der auch die Domowina teilgenommen hat, wurde eine solche Bewerbung bereits erwogen. Wir sind als sorbischer Dachverband eine Gesamtlausitzer Organisation mit stabilen Kommunikationsbrücken in die Nachbarländer. Deshalb unterstützen wir alle Akteure, die gemeinsame Sache für das Projekt „Kulturhauptstadt Europa in der Lausitz“ machen.

Marcel Brauman/Braumann

nowinski rěčnik,
wosobinski referent předsydy

casnikarski powědaŕ,
wósobinski referent pśedsedarja

Pressesprecher,
persönlicher Referent des Vorsitzenden

Domowina z. t./
Domowina – Bund Lausitzer Sorben e. V.
Póstowe naměsto 2/Postplatz 2,
02625 Budyšin/Bautzen

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