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Ćišinski-Museum mit neuem Gesicht – Domowina und Gemeinde Panschwitz-Kuckau unterschreiben Kooperationsvereinbarung

Dem sorbischen Dachverband Domowina ist es gelungen, sich erfolgreich um Fördermittel aus dem Programm „KULTUR.GEMEINSCHAFTEN“ des Bundes und der Länder für das Projekt „Jakub Bart-Ćišinski – entdecken und erleben“ zu bewerben. Auf dieser Grundlage haben Domowina-Geschäftsführer Marko Kowar und der Bürgermeister von Panschwitz-Kuckau, Markus Kreuz, eine Kooperationsvereinbarung für die Erneuerung des Ćišinski-Museums im Rahmen der Sanierung der dortigen Grundschule „Šula Ćišinskeho” unterschrieben. Der Vertrag gilt bis Ende 2032 und verlängert sich automatisch um drei Jahre, wenn er nicht von einer Seite gekündigt wird. Die räumlichen und technischen Bedingungen will die Gemeinde bis Ende 2021 im Untergeschoss des in Sanierung befindlichen Ostflügels der Schule schaffen.

An der wechselseitigen Übergabe der Vereinbarung haben sich am Dienstagnachmittag im Ćišinski-Museum neben dem Bürgermeister von Panschwitz-Kuckau, Markus Kreuz, die Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes „Michał Hórnik” Kamenz, Diana Wowčerjowa, der Vorsitzende der Domowina-Ortsgruppe Pětr Korjeńk, die Projektmitarbeiterin Trudla Kuringowa, die Regionalsprecherin Katharina Jurkowa und Domowina-Kulturreferent Clemens Škoda beteiligt. Die Erneuerung des Museums gehört zu 26 in Sachsen und 300 in ganz Deutschland aus dem Projekt „KULTUR.GEMEINSCHAFTEN“ geförderten Projekten. Für die ständige Abstimmung bei der Umsetzung des Projekts sind die Domowina-Regionalsprecherin und die Gemeinde verantwortlich.

Bürgermeister Markus Kreuz: „Die Gemeinde ist bereit, als Trägerin das Ćišinski-Museum zusammen mit der Domowina als Projektträgerin in die Zukunft zu führen. Mit dieser Kooperation der Kommunalpolitik einer Gemeinde mit sorbischem Profil und der Dachorganisation der Lausitzer Sorben wollen wir eine Stätte der Begegnung im Geist Ćišinskis schaffen, die in die ganze Lausitz ausstrahlt, und Interessierte aus nah und fern in unserer schönen Gemeinde willkommen heißen.“

Domowina-Regionalvorsitzende Diana Wowčerjowa: „Jakub Bart-Ćišinski hat unserer Muttersprache den Weg auf höchstes, international anerkanntes Niveau geeebnet, sein Erbe ist der heutigen sorbischen Bildung Herausforderung und Verpflichtung. Ich bin stolz auf die engagierte Basis unseres Regionalverbandes, die mit ihrer Kompetenz die Weiterentwicklung des Wissens über Bart-Ćišinski in seiner Heimat ermöglicht.”

Pětr Korjeńk, Vorsitzender der Domowina-Ortsgruppe Panschwitz-Kuckau / Pančicy-Kukow: „Wir freuen uns, dass die Modernisierung der ,Šula Ćišinskeho’ auch dem Ćišinski-Museum die Chance größerer Räumlichkeiten bietet. Natürlich wollen wir mit unserem vielfältigen sorbischen Leben vor Ort mit das Fundament dafür legen, dass hier der ständige Austausch zwischen Menschen gestärkt wird, die sich für Dichtung in sorbischer Sprache begeistern.”

Projektmitarbeiterin Trudla Kuringowa: „Mit den digitalen und audiovisuellen Mitteln werden wir auf zeitgemäße Weise mit der Erfüllung unserer Aufgabe fortfahren, neuen Generationen den bedeutenden sorbischen Dichter, Schriftsteller und Geistlichen nahezubringen. Zugleich wird es jetzt möglich, mehr potenzielle Interessierte mit den neuen Angeboten zu erreichen.”

Domowina-Regionalsprecherin Katharina Jurkowa: „Das Ćišinski-Museum gehört schon längere Zeit zu den ,Baustellen’ des sorbischen Volkes. Dass wir jetzt hier einen wesentlichen Schritt weitergekommen sind, ist die Frucht regionaler Netzwerke vertrauensvoller Kooperation. Nur wenn wir im Alltag praktische Gemeinsamkeit pflegen, haben wir eine Grundlage für solche Höhepunkte unserer Wirksamkeit zum Wohl des sorbischen Volkes.”

Domowina-Kulturreferent Clemens Škoda: „In der Pandemie hat die Politik erkannt, dass die Förderung der Kultur auch ihre Digitalisierung unterstützen muss, und neue Programme gestartet. Diese Chance haben wir nun an einem altehrwürdigen Platz für neue Wege genutzt. Zugleich haben wir die Kompetenzen mehrerer Akteure zusammengeführt. Die sorbischen Museen in unseren Dörfern sind Leuchttürme unseres sprachlich-kulturellen Erbes, wo wir wahrnehmen: Wir waren, wir sind – und wir werden sein.“

http://www.kulturstiftung.de/kulturgemeinschaften-projekte-sachsen/

Jakub Bart-Ćišinski – Wikipedia

Auf dem Bild (v.l.): Katharina Jurkowa, Markus Kreuz, Diana Wowčerjowa, Pětr Korjeńk, Trudla Kuringowa

Foto: Clemens Škoda, Domowina

Marcel Brauman/Braumann

nowinski rěčnik,
wosobinski referent předsydy

casnikarski powědaŕ,
wósobinski referent pśedsedarja

Pressesprecher,
persönlicher Referent des Vorsitzenden

Domowina z. t./
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