Mitglieder
Die Mitglieder des Sorbischen Künstlerbundes e.V. verkörpern die Vielfalt sorbischer Kunst. In unterschiedlichsten Genres schaffen, vernetzen und stärken sie das kulturelle Leben des sorbischen Volkes.
Liana Bertók
Musikerin, Komponistin
Die aus Rumänien stammende Pianistin und Komponistin Liana Bertók kam 1981 in die DDR und fand am Sorbischen Nationalensemble Bautzen erstmals Zugang zur sorbischen Musik. Bereits 1982 wurde sie in den Arbeitskreis Sorbischer Musikschaffender (später Sorbischer Künstlerbund e.V.) aufgenommen.
Sie eignete sich ein umfangreiches sorbisches Repertoire an, brachte zahlreiche Neuschöpfungen sorbischer Komponisten zur Uraufführung und wurde dafür 2009 mit dem Domowina Preis ausgezeichnet. Seit den 1990er Jahren komponiert sie eigene Werke mit sorbischer Thematik; ihr Œuvre umfasst Lieder, Kammermusik, Ballettmusik sowie sinfonische und vokalsinfonische Kompositionen.
Mit der Übernahme des ENA Musikverlages eröffnete sich eine weitere umfangreiche Aufgabe bei der Popularisierung sorbischer Musik, die ihr Lebenswerk wesentlich prägt.
2023 führte sie Regie bei der Aufführung der Opera buffa „Jakub a Kata“ von Korla Awgust Kocor.
Jan Bělk | Jan Bilk
Komponist, Musiker, Produzent
Jan Bělk | Bilk ist Musiker, Komponist und Produzent, bekannt für elektronische Musik, Hörspiel- und Filmmusiken sowie große Multimedia-Projekte, ebenso für Video-Produktionen mit sorbischer Literatur, die er auf dem YouTube-Kanal »serbskiTV« präsentiert. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin baute er dort das Fach "Synthesizer und elektronische Musik" auf. Internationale Konzertprojekte und Auftragswerke markieren sein vielseitiges Schaffen. Bilk ist Vorsitzender des Sorbischen Künstlerbundes, Preisträger des Sonderpreises für Hörspielmusik des Rundfunks der DDR und Laureat des Domowina-Preises.
Jan Cyž | Johannes Ziesche
Komponist, Musiker
Jan Cyž ist Komponist und Sänger, ausgebildet am Sorbischen National-Ensemble und später an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Sein kompositorisches Schaffen ist stark von der Zweiten Wiener Schule geprägt und konzentriert sich insbesondere auf kammermusikalische Formen. Charakteristisch für seine Arbeit sind ungewöhnliche Instrumentalkombinationen, klare Klangvorstellungen und eine ausgeprägte Vorliebe für kurze, aphoristische Formen.
Carolina Eyck
Komponistin, Musikerin, Autorin
Carolina Eyck ist Komponistin, Musikerin und eine der weltweit führenden Theremin-Virtuosinnen.
Mit ihren innovativen Kompositionen, internationalen Konzertauftritten, Filmmusiken und genreübergreifenden Projekten prägt Sie seit Jahren die zeitgenössische Musiklandschaft und erweitert die Ausdrucksmöglichkeiten ihres lnstruments auf einzigartige Weise. Seit ihrem Debüt in der Berliner Philharmonie mit 14 Jahren führten Sie Konzertreisen und Tonträgerproduktionen auf alle Kontinente, neben vielen Bühnen Europas u. a. in die Royal Albert Hall in London, das Kennedy Center in Washington und in das Sydney Opera House. Für sie wurden zahlreiche neue Werke geschrieben, u.a. von Lera Auerbach, Fazil Say, Régis Campo und Kalevi Aho. Carolina Eyck ist Preisträgerin des RBB-Kompositionswettbewerbes und des ECHO-Klassik.
Daniela Haase
Sängerin, Musikpädagogin
Seit ihrem Diplom im Fach Gesang/Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden ist Daniela Haase als selbständige Künstlerin im In- und Ausland unterwegs. Den Schwerpunkt ihrer sängerischen Tätigkeit bilden Oratorien, Kantaten und Messen des 16. bis 21. Jahrhunderts. Besondere Impulse in ihrer künstlerischen Arbeit erhielt sie u.a. von Markus Creed, Hans-Christoph Rademann, Prof. Ludwig Güttler, Simon Halsey, Marek Janowski und Simon Rattle. So gastierte die Sopranistin in ausgewählten Ensembles u.a. in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, der Lautten Compagney Berlin, der Virtuosi Saxoniae, der Elbland Philharmonie Sachsen, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Dresdner Kapellknaben, dem Dresdner Kreuzchor, dem MDR Rundfunkchor Leipzig, dem Rundfunkchor Berlin und dem RIAS Kammerchor Berlin. Sie war Solistin unzähliger sorbischer Oratorien- und kammer musikalischer Aufführungen. Seit 2008 unterrichtet sie im Fach Gesang u.a. als Gastdozentin an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.
Syman Hejduška | Simon Heiduschka
Musiker, Komponist, Dramaturg, Kulturmanager
Syman Hejduška, geboren 1996, studierte in Dresden Schulmusik, anschließend in Nashville (USA) Musikproduktion und erwarb 2023 ein Zertifikat als Tontechniker an der SONIC Audio School in Chemnitz. Seit 2025 studiert er Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Parallel arbeitet er als Dramaturg am Sorbischen National-Ensemble, ist Musikredakteur beim Sorbischen Rundfunk des MDR und ist freischaffend tätig als Musiker, unter anderem mit den Popsorben und im Hip-Hop-Projekt Nowa Doba sowie solistisch als Pianist und Komponist. Darüber hinaus übernahm er künstlerische und organisatorische Leitungen bei Konzerten, Festivals und Galaveranstaltungen. 2021 wurde er mit dem Nachwuchspreis der Domowina ausgezeichnet.
Walburga Wałdźic | Walburga Walde
Sängerin, Komponistin, Chorleiterin
Walburga Wałdźic ist eine sorbische Sängerin, welche Jazzgesang und Chorleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden studiert hat.
Sie vertont sorbische Gedichte und setzt sorbische Volkslieder in neuen Arrangements um, welches in unterschiedlichen Formationen Anwendung findet. Im Duo mit der polnischen Violinistin Izabela Kałduńska ist ein neues Album zu Gedichten von Mina Witkojc entstanden. Walburga Wałdźic gründete das sorbische Frauenensemble „Jarobinka“, welches sorbische Lieder zeitgenössisch interpretiert. Das aktuelle Programm widmet sich Liedern aus den sorbischsprachigen Orten der Lausitz, die wegen des Braunkohleabbaus verschwunden oder bedroht sind.
Die Musik beider musikalischer Formationen wurde für den Dokumentarfilm über die Sorben „Pola nas rěka wona Hanka / Pla nas gronje jej Hanka / Bei uns heisst sie Hanka“ (Regie: Grit Lemke, 2023) aufgenommen.
Peter Wittig
Regisseur, Komponist
Peter Wittig ist ein Regisseur und Komponist. Er schrieb u.a. das Musiktheaterwerk über Maria Grollmus „Maria. Füße auf weitem Raum“, inszenierte die Uraufführung von Detlef Kobjelas Kammeroper „Wudowa z Ephesosa“ und ist Textautor von Kobjelas „Spreewaldoperette“. Er arbeitet auch mit der sorbischen Pianistin Heidemarie Wiesner zusammen.
Malerei / Grafik / Skulptur / Bildhauerei
Maja Nagelowa | Maja Nagel
Malerin, Grafikerin, Filmemacherin
Im Schaffen von Maja Nagelowa verbinden sich Malerei, Grafik und Film zu beeindruckenden kreativen Ausdrucksformen. Ausgehend von der Zeichnung ist sie auf vielen künstlerischen Gebieten unterwegs. Sie zeigt und beteiligt sich kontinuierlich an Ausstellungen in In-und Ausland, dreht Animations- und Dokumentarfilme, arbeitet an verschiedenen Kunstprojekten mit und realisiert auch Installationen und Performances.
Měrka Pawlikowa | Mirka Pawlik
Malerin
Nach erfolgreichem Abitur an der Sorbischen Erweiterten Oberschule Bautzen studierte Měrka Pawlikowa Gartenbau an der Humboldt-Universität Berlin. Es folgte ein Studium an der Kunsthochschule Berlin (Meisterschülerin bei Prof. Katharina Grosse). Seit 2002 ist sie freischaffend tätig als Künstlerin mit Atelier in der Berliner Ateliergemeinschaft Milchhof e.V.
Thomas Schwarz
Bildender Künstler
Thomas Schwarz schafft Skulpturen und Waldreliefs aus uralten Hölzern. Sein Atelier und Skulpturengarten in Schleife ist ein attraktiver und beliebter Veranstaltungsort mitten in der Natur der mittleren Lausitz. Er begleitet unterschiedlichste Ausstellungs-, Strukturwandel- und Förderprojekte.
Hella Stolecki | Hella Stoletzki
Malerin, Filmschaffende
Hella Stolecki ist Teil der jungen kreativen und progressiven sorbischen/wendischen Kunstszene in der Niederlausitz. Sie ist Mitglied des »Łužycafilm - Sorbisch-Deutschen Filmnetzwerks«, Kuratorin der Sektion Heimat.Domownja.Domizna des »Filmfestival Cottbus« und Gründungsmitglied des »Kolektiw Wakuum - für sorbische Kunst und Kultur«. 2023 wurde sie mit dem Nachwuchsförderpreis für Bildende Kunst des Landes Brandenburg ausgezeichnet.
Literatur / Journalismus
Měrana Cušcyna | Měrana Zuschke
Schriftstellerin, Übersetzerin
Nach dem Abitur an der Sorbischen erweiterten Oberschule in Bautzen studierte Měrana Cušcyna Slawistik und Pädagogik an der Leipziger Universität. Bis 2009 war sie Lehrerin am Sorbischen Gymnasium in Bautzen und Autorin von Lehrbüchern für sorbische Sprache und Literatur. Ihr erster Gedichtband erschien im Jahr 2000 in obersorbischer Sprache. Es folgten weitere Lyrik- und Prosabände in obersorbischer und deutscher Sprache. Ihre Texte sind ins Tschechische, Slowakische, Finnische, Serbische, Polnische und Ukrainische übersetzt. Seit 2010 übersetzt sie dramatische Texte für das Deutsch-Sorbische Volkstheater ins Obersorbische.
Wikipedia POETENLADEN
Jěwa-Marja Čornakec | Eva-Maria Zschornack
Schriftstellerin, Übersetzerin
Jěwa-Marja Čornakec ist eine sorbische Schriftstellerin und Übersetzerin. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften/Sorabistik prägte sie von 1992 bis 2011 als Chefredakteurin die sorbische Kulturzeitschrift Rozhlad und arbeitete danach bis zu ihrem Ruhestand als Dramaturgin im Sorbischen National-Ensemble. Ihr literarisches Schaffen umfasst Prosa für Kinder und Erwachsene, Theatertexte, Libretti und Liedtexte. Für ihre Verdienste um die sorbische Sprache und Literatur wurde sie u. a. mit dem Ćišinski-Förderpreis (2011) und dem Zejler-Preis (2024) ausgezeichnet.
Webseite Wikipedia SerbskiTV
Lubina Hajduk-Veljkovićowa
Schriftstellerin, Übersetzerin, Dramaturgin
Lubina Hajduk-Veljković ist eine sorbische Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausgeberin. Sie schreibt überwiegend auf Obersorbisch und bewegt sich souverän zwischen Lyrik, Prosa, Drama und Kinderliteratur. In ihren Texten verbindet sie zeitgenössische Themen mit phantasievollen Erzählformen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung sorbischer Gegenwartsliteratur. Mit ihrem Veles Verlag öffnet sie ihr Schaffen auch für ein internationales Publikum und veröffentlicht Kinder- und Jugendbuchklassiker in Obersorbisch.
Webseite Veles Verlag Facebook
Milan Hrabal
Tschechischer Dichter, Übersetzer, Publizist, Herausgeber
Milan Hrabal (*1954 in Varnsdorf, Tschechische Republik) arbeitete als Ökonom, Beamter und Bibliothekar und war 11 Jahre lang Stadtchronist. Er veröffentlichte 13 Gedichtbände (davon zwei, die den Sorben gewidmet sind), eine Sammlung von Kurzgeschichten, ein Kinderbuch und zwei Publikationen über die Malerin und Grafikerin Hanka Krawcec. Seine Gedichte wurden u. a. ins Deutsche, Polnische, Sorbische, Ukrainische, Bulgarische und Englische übersetzt, einige davon auch vertont. Er hat zahlreiche Übersetzungen sorbischer Gedichte veröffentlicht: Na druhé straně slunce (Auf der anderen Seite der Sonne, 1998), Jazyk, jímž porozumíš větru (Die Sprache, mit der du den Wind verstehst, 2007) und eine Auswahl aus den Gedichten von Benedikt Dyrlich Naléhavá poezie (Dringende Gedichte, 2013). Er erhielt u.a. den Gogol-Preis, die Babary-Jurkowská-Medaille und den Domowina-Preis und ist Ehrenmitglied der Gesellschaft der Freunde der Lausitz.
PORTRÄT (CZ) Literarischer Salon (DE)
Jill-Francis "Źilka" Ketlicojc | Jill-Francis Käthlitz
Schriftstellerin, Dichterin, Journalistin
Jill-Francis Ketlicojc, auch bekannt unter dem Pseudonym Źilka, ist eine niedersorbische Schriftstellerin, Dichterin und Redakteurin der Wochenzeitung Nowy Casnik. Sie schreibt Gedichte, Erzählungen und Kinderliteratur in niedersorbischer Sprache, die in verschiedenen Zeitschriften und Buchpublikationen erschienen sind. In ihren literarischen Arbeiten verbindet sie spielerische Erzählformen mit einem nachdrücklichen Engagement für die Sichtbarkeit und Weitergabe der niedersorbischen Sprache, insbesondere an junge Leserinnen und Leser.
SLUB TextLab Wikipedia
Marka Maćijowa | Maria Matschie
Herausgeberin, Publizistin und Übersetzerin
Marka Maćijowa wurde 1955 geboren und wuchs in Bautzen auf. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften arbeitete sie von 1978 bis 2020 im Domowina-Verlag, zuletzt als Geschäftsführerin. Sie hat mehrere Anthologien sorbischer Literatur herausgegeben (2002 Pod Bohatej wěžu, 2007 Widźu nana, widźu mać, 2022 Prěni raz, 2023 Wie ein Mittelpunkt entsteht, 2024 Serbstwo, quo vadis?, 2025 Der Fiedler unterm Dach und weitere Geschichten), schreibt regelmäßig Rezensionen und Essays und ist als freie Übersetzerin und Lektorin tätig.
Werner Měškank | Werner Meschkank
Journalist, Autor, Übersetzer
Werner Měškank zählt zu den produktivsten niedersorbischen Journalisten, Autoren und Übersetzern. Als Absolvent der Sorbischen Erweiterten Oberschule Chóśebuz/Cottbus studierte er Journalistik an der KMU Leipzig. Anschließend war er Redakteur, Moderator und Reporter der sorbischen Redaktion bei Radio DDR/Sender Cottbus. Von 1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bezirksmuseum Cottbus, Schloss Branitz, von 1994 bis 2022 Kustos des Wendischen Museums in Cottbus. Er schreibt in beiden sorbischen Sprachen und ist u. a. Textdichter von mehr als 400 ober- und niedersorbischen Liedern.
Dr. Justyna Michniuk
Sozialwissenschaftlerin, Publizistin, Übersetzerin
Justyna Michniuk ist Doktorin der Sozialwissenschaften, Autorin von Publikationen über die Bräuche der Sorben, Journalistin, Publizistin und Übersetzerin für Polnisch und Deutsch. Sie ist Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband – Landesverband Brandenburg e. V. (FDA), im Lubuskie Towarzystwo Naukowe (Lebuser Wissenschaftlicher Verein e. V.) sowie in der Polskie Towarzystwo Ludoznawcze (Polnische Volkskundevereinigung).
PISMA FOLKOWEGO (PL) ISAP (PL)
Měrka Mětowa
Schriftstellerin
Měrka Mětowa, geboren 1959 in Budyšin/Bautzen, erlernte den Beruf einer Bibliothekarin und arbeitete u. a. bis zum Jahre 2023 als Marketing-Mitarbeiterin im Domowina-Verlag. 1997 veröffentlichte sie mit „Wulět do paradiza“ (Ausflug ins Paradies) ihren ersten Band mit Kurzprosa. Es folgten weitere Erzählungen für Kinder und Erwachsene, zuletzt gemeinsam mit Róža Domašcyna und Měrana Cušcyna den Kettentext „znaki, pominaki, kopolaki“ (Zeichen, Mahnungen, Stolpersteine, 2019). Außerdem schreibt sie für den sorbischen Rundfunk Hörspielserien für Kinder. Měrka Mětowa ist eine genaue und sensible Beobachterin des Alltags, den sie psychologisch präzise und oft auch mit hintergründigem Humor beschreibt.
dr. Christiana Piniekowa |
Dr. Christiane Piniek – Lenka
Herausgeberin, Übersetzerin, Schriftstellerin
Dr. Christiana Piniekowa lehrte bis 1999 an der Universität Leipzig sorbische Literatur, seit 2000 ist sie in Cottbus/Chóśebuz tätig. Sie ist Herausgeberin moderner sorbischer und wendischer Dramatik (10 Hefte, 1994 – 2010), der Gedichte von Mina Witkojc in deutscher Sprache „Echo aus dem Spreewald“ (2001) und zahlreicher sorbischer und wendischer Lehrmaterialien; u. a. Mitarbeit an der neuen wendischen Bibel-Ausgabe von 1868 (2017, 2021). Sie schreibt unter dem Pseudonym Lenka Gedichte und Kurzprosa in drei Sprachen: Niedersorbisch, Obersorbisch und Deutsch und hat Gedichte (2004, 2010) veröffentlicht. Ihre Texte sind ins Finnische, Serbische, Slowenische, Slowakische, Tschechische und Ukrainische übersetzt.
Wikipedija (obersorbisch) Wikipedija (niedersorbisch)
Sylwija Šěnowa
Lehrerin, Dichterin, Schriftstellerin, Übersetzerin, Rezensentin, Autorin von Lehrbüchern
Sylwija Šěnowa unterrichtet am Sorbischen Gymnasium Bautzen die Fächer Sorbisch, Biologie und Ethik. Außerdem ist sie Autorin von Lehrbüchern, Unterrichtsmaterialien und Aufsätzen zur Didaktik des Faches Sorbisch. Seit Sylwija Šěnowa in den Jahre 2009 und 2011 den 2. und 1. Platz im Nachwuchs-Literaturwettberwerb belegte, ist sie in allen sorbischen Anthologien mit eigenen Prosatexten vertreten. Im Jahr 2023 erschien ihr Debütband „Mosty přez morjo”, mit dem sie sich als Dichterin etablierte. Im Jahr 2025 gewann sie mit diesem den Smoler-Literaturpreis.
Alfons Wićaz | Alfons Lehmann
Journalist, Autor
Alfons Wićaz arbeitete nach dem Studium der Slawistik in den Redaktionen der obersorbischen Kinderzeitschrift „Płomjo“ und Tageszeitung „Nowa doba“, der „Lausitzer Rundschau“, der „Sächsischen Zeitung“ sowie bis zur Rente 2010 in der Redaktion der Tageszeitung „Serbske Nowiny“. Dort redigierte und konzipierte er u.a. die Beilage „Kultur und Kunst“, schrieb außerdem Rezensionen und Porträts über Kulturschaffende. Seine Erzählungen wurden in sechs Anthologien veröffentlicht. Im Domowina-Verlag Bautzen erschien 1990 sein Buch „Serbski Sokoł“ über die Geschichte der sorbischen Sportbewegung in den Jahren 1920 bis 1933. Sein Lehrheft „Die Enwicklung des sorbischen Journalismus in der DDR von Mai 1945 bis Ende 1978“ gab die KMU Leipzig 1979 heraus. Die Pariser Universität Sorbonne veröffentlichte in ihrer Zeitschrift „Revue Des ´Etudes SLAVES“ seinen umfangreichen Artikel über das sorbische Pressewesen. Als ehemaliges Vorstandsmitglied des Sorbischen Künstlerbundes organisierte er zahlreiche Kulturveranstaltungen.
WIKIPEDIJA (obersorbisch) serbskiTV
Wórša Wićazowa | Ursula Lehmann
Lehrerin, Autorin
Als Schülerin besuchte sie in Bautzen die Außenstelle der Dresdner Palucca-Schule. 49 Jahre war sie als Lehrerin tätig. Sie leitete einen Schulchor, mit dem sie auch Rundfunkaufnahmen machte, gründete eine Tanz- und Theatergruppe sowie einen Literaturzirkel. Ihre sorbischen Kinderbücher „Pućowanje małeho pampucha“ und „Són wo jědlence“ sowie Erzählungen in Anthologien erfreuen die junge Leserschaft. Sie ist Autorin von Kinderliedern und kleineren Theaterszenen, veröffentlicht in der Kinderzeitschrift „Płomjo“. Aus den Kinderbüchern „Die Reise des kleinen Pfannkuchens“ und „Traum vom Tannenbaum“ wurden Theaterstücke aufgeführt. Weitere Revuen für Kinder „Erntesuite“, „Jubiläumstorte“ und „Ist die Sonne eingeschlafen“ waren große Erfolge. Das getanzte musikalische Märchen „Der kleine Pfannkuchen“ inszenierte das Sorbische Nationalensemble dreisprachig mit Bravour. Anlässlich des 150. Geburtstages des sorbischen Dichters Jakub Bart-Ćišinski wurde ihre szenische Lesung „Auf der Erde ein Stück Himmelreich – das ist zu Hause“ mit Schauspielern des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters im Bautzener Theater und weiteren Spielstätten aufgeführt.
Wissenschaft/ Kulturmanagement
dr. Theresa Jacobsowa |
Dr. Theresa Jacobs
Wissenschaftlerin, Kunst- und Kulturermöglicherin
Theresa Jacobs promovierte zu Volkstanzpraktiken bei den Sorben/Wenden und arbeitet seither als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Serbski institut/Sorbischen Institut in Budyšin/Bautzen. Parallel dazu ist sie als freischaffende Projekt- und Produktionsleiterin in den Bereichen kulturelle Bildung, Kunst und Kultur tätig. Sie arbeitete bisher z.B. mit Irina Pauls, Heike Hennig, Olaf Martens und Maja Nagel sowie Institutionen wie K3-Zentrum für Choreografie Kampnagel I Tanzplan Hamburg, friendly fire, Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Sachsen, Serbski muzej/Sorbisches Museum zusammen. Sie ist Mitbegründerin des Serbska reja e.V. und leitet regelmäßig zur Live-Musik Menschen zum geselligen Tanzen an.
